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Stellaris 2026
Viele von Monika Rosa Rossis Formen erinnern nicht nur an Geometrien aus der Kunstgeschichte, sondern an kosmische Linien der Sternbilder und Raumerkundungen der Menschheit zu den Exoplaneten und schwarzen Löchern. Monika Rosa Rossi verfolgt Berichte von Raumschiffen mit ihren Erkundungen an den Rand des visuell oder datenmässig Erkennbaren. Wissenschaftliche Berichte aus der Astrophysik faszinieren die Künstlerin. In ihrem Atelier hängen Schemen von den Schichten der Erdatmosphäre und der Klimaveränderungen auf unserem Planeten. Auch eine anthroposophische Skizze vom Verhältnis zwischen «Ich», «Du», «Erde» und «Welt» ist an die Wand gepinnt und verrät die Formen der Verbindungen, über die die Künstlerin bildnerisch nachdenkt. Das Vertrauen in die eigene Intuition ist eine wichtige Haltung in ihrem künstlerischen Schaffen.

Sie schickt mir einige Tage vor der Vernissage den Satz aus Agnes Martins «Writings»: «Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit eines Künstlers geht auf sein Inneres, damit er die Eingebung erkennt. Indem er der Eingebung Folge leistet, entfaltet sich ein Leben frei von jeder Beeinflussung. Schliesslich erkennt sich der Künstler in seinem Werk.»

Monika Rosa Rossi vertraut diesem Inneren und schafft aus ihm stets von Neuem.

Sybille Omlin
> Stellaris – Text zur Ausstellung (PDF)

«Stellaris»
Einzelausstellung
Galerie Kriens, kuratiert von Tobi von Wartburg

27. Februar – 29. März 2026